Zukunftshauch

Band 2 aus der Trilogie: Das Rätsel um KA-22-4-84 von Klaus Eitel Acker.

In diesem Buch wird die Handlung aus dem vorhergehenden Band 1: „Verschwunden im Nirgendwo“ fortgesetzt. Es ist nicht zwingend erforderlich, dass zuvor der Band 1 gelesen wurde, da es am Anfang dieses Buches eine Zusammenfassung gibt.
Vor 30 Jahren hat ein junger Mann den Absturz eines Transportflugzeuges in der Taiga als Einziger überlebt. Er galt als verschollen. Jahre später wurden seine Tagebücher zufällig gefunden.
Was hat dieser junge Mann allein inmitten einer endlosen Wildnis erlebt und was können wir von ihm lernen?

Angeregt durch die Tagebuchaufzeichnungen entwickeln sich zwischen den Hauptakteuren interessante Gespräche über die Herausforderungen unserer Epoche.

  • Hat jeder Mensch seine individuelle Lebensaufgabe?
  • Wie wird sich unsere Welt verändern?
  • Wie werden wir zukünftig arbeiten und leben?
  • Können wir uns heute vorstellen, was in 50 Jahren sein wird?

Im Erlebnis dieser Dialoge und Gedanken liegt der eigentliche, tiefere Wert dieses Buches.

Es ist eine aktuelle und zugleich packende Story mit Tiefgang, geschrieben für Leser, die mehr als nur Unterhaltung suchen.
Spannend und leicht zu lesen.

Die Trilogie „Das Rätsel um KA-22-4-84“ umfasst folgende Romane:

Band 1: Verschwunden im Nirgendwo
Band 2: Zukunftshauch
Band 3: Hoffnungsmorgen


Leseprobe 1 (aus dem Tagebuch):

30. April 1984:
… Das Drama meiner Wanderung habe ich gut verdaut. Deshalb habe ich nun das Gebiet in Richtung der Wasserrinne, wo das Flugzeug seit dem Absturz liegt, weiter erkundet. Ich wollte über die Stelle hinausgehen, wo ich in der Gewitternacht umgekehrt war. Heute bin ich in einer ganz anderen Verfassung. Ich fühle mich sicher und gelassen. Nicht so ängstlich, gehetzt und getrieben, wie bei meinem ersten größeren Ausflug, bei dem ich in das Unwetter gekommen war.
In aller Ruhe packte ich meine Rucksacktasche mit ähnlichem Inhalt, wie vor zwei Tagen. Ich hinterließ einen Zettel mit der Nachricht, wo ich heute hingehen wollte und was ich vorhatte, denn man konnte ja nie wissen, ob ich nicht doch noch gesucht würde. Als ich den Zettel im Flugzeug sichtbar auf meinen Sitz platziert hatte, stieg ich voller Optimismus nach draußen, schloss die Tür und wanderte los.
An den Tragflächen vorbei lief ich weiter entlang der Absturzstelle, immer seitlich des Wasserlaufes. Als ich mich in Richtung Flugzeugrumpf umdrehte, war ich wieder fassungslos, dass ich den Absturz überhaupt überlebt hatte. Warum nur hatten die beiden Piloten dieses Pech? Wir waren doch schon unten. Und jetzt bin ich hier ganz allein. Doch daran ist nichts zu ändern. Da hilft kein Jammern. Das gehört wohl zu meinem Schicksal und ich muss es annehmen.
Inzwischen floss weniger Wasser, aber die Spuren des Unwetters und des erhöhten Wasserstandes waren noch deutlich sichtbar. Bald hatte ich die Stelle erreicht, an der ich vor zwei Tagen aus dem Wald gekommen war. Die Markierung, die ich in der Nacht mit der Axt angebracht hatte, war gut zu erkennen.
Ich schlenderte weiter und das Summen der Insekten begleitete mich auf meinem Weg. Mal hörte ich den Ruf eines Eichelhähers oder eines Habichts und dann wieder nur das Rascheln der Blätter in den Bäumen. Bei Tageslicht sah alles viel freundlicher und angenehmer aus.
Es ist schon interessant, dass dieselben Dinge mal so und mal so auf mich wirken können. An dem Wald hat sich nichts geändert, nur an meiner Sichtweise und meiner Beurteilung. Es hängt also Vieles von mir selbst ab. So kann die gleiche Stelle mal furchtbar und dann, durch eine „andere Brille“ betrachtet, wunderschön sein. Das ist eine gute Erkenntnis, die ich mir merken will. Das gibt mir Kraft und Mut, denn ich kann aktiv gestalten und fühle mich weniger als passives Opfer. Es liegt an mir, durch welche Brille ich schaue.
Nach etwa einer halben Stunde lichtete sich der Wald. Ich befand mich auf einem kleinen Plateau und konnte unmittelbar vor mir auf einen stillen Waldsee blicken. Das Wasser glitzerte in der Morgensonne und ich rannte hinunter ans Ufer. Toll, welch eine Idylle! Und vor allem in der Nähe des Flugzeugwracks.
Ich lief rechts am Ufer entlang, und als ich nach etwa 150 Metern stehen blieb und über den See schaute, dachte ich, das kann doch nicht sein! Oder doch? Ist das etwa derselbe See, wo ich vor zwei Tagen das Unwetter erlebt hatte? Zumindest musste es eine Verbindung zu dem anderen See geben.
Weiter rechts sah ich den typischen Schilfgürtel im Einflussbereich des Sees. Und als ich weiter gegangen war, fand ich schließlich sogar die Stelle, an der ich mich vor dem Unwetter geschützt hatte. Die Stange, mit der ich das Zelt gebaut hatte, lag noch immer auf den Ästen zwischen den beiden Bäumen. Da war ich vor zwei Tagen offenbar doch im Kreis gelaufen! …


Leseprobe 2:

Metaebene – Navigationssystem

HP klappt sein Notebook zu. Er hat sich nach dem Frühstück noch rasch ein paar Notizen gemacht. Heute ist Freitag, der 25. April 2014. Seit knapp einer Woche ist er nun schon hier und er fühlt sich von Tag zu Tag wohler an diesem Ort, mit diesen Menschen. Die Begegnungen mit Dimitri haben ihn fasziniert aber zeitlich auch so gebunden, dass er mit den anderen Handwerkern wenig sprechen konnte. Schade. Das möchte er gern nachholen. Doch wann? Abends sitzt er bei Dimitri und diese Zeit will er weiterhin nutzen. Das ist schließlich der Hauptgrund seines Aufenthaltes. Er will wissen, wie die Geschichte ausgeht. Außerdem ist das Buchprojekt beschlossene Sache. Deshalb nutzt er zwischendurch jede freie Minute, um die Erlebnisse aufzuschreiben. Selbst spätabends auf seinem Zimmer sitzt er noch mal vor seinem Notebook. Kein Problem für ihn, denn als Journalist ist er das gewohnt. Er kann sich tagsüber gut erholen, indem er bei der Renovierung hilft. Diese einfachen Arbeiten genießt er sehr. Er findet darin den passenden Ausgleich und die innere Ruhe, die er sich gewünscht hat.
Der Putz im Treppenaufgang ist über Nacht so weit getrocknet, dass sie ihn heute anstreichen können. HP und Dimitri sind mit Elan bei der Arbeit und hängen währenddessen ihren Gedanken nach. Es macht Freude zu erleben, wie aus dem tristen Grau ein freundliches, helles Weiß wird.
Dimitri steht oben auf der Leiter und sagt so zum Spaß: „Von der Metaebene aus betrachtet meine ich, dass wir eine Pause machen sollten.“ Sie setzen sich nebeneinander in die Fensternische des dicken Gemäuers und Dimitri sagt:
„Da fällt mir noch ein guter Vergleich oder eine Geschichte ein, die zum Thema Metaebene passt. Ich bin kürzlich mit Gert zusammen in seinem Auto unterwegs gewesen, und der hat ein Navigationssystem im Auto. Wir waren auf der Autobahn und hatten schon im Radio gehört, dass an mehreren Stellen Stau war. Dann sagte uns das Navigationssystem, dass wir an der nächsten Ausfahrt abbiegen sollten. Wir fuhren ab und ein paar hundert Meter weiter gab es erneut Stau. Gert war schon sauer und nörgelte: Was nützt das Navi, wenn es uns von der Autobahn abbiegen lässt und gleich wieder in den nächsten Stau führt. Einige Autos haben dort tatsächlich gewendet. Doch nach ein paar Minuten ging es allmählich weiter und wir sahen, dass da vorn ein Traktor abgebogen war. Danach war die Strecke frei. In dem Moment hatten wir nur unsere kurze Sichtweise und wären beinahe auch umgekehrt. Zum Glück verließen wir uns auf das Navigationssystem, denn es hatte von oben, vom Satelliten aus auf unsere Wegstrecke geschaut. So ungefähr stell ich mir die Sichtweise aus dem Universum oder von Gott auf unseren Lebensweg vor. Aus dieser Perspektive sieht man viel mehr, als wir in der jeweiligen Lebenssituation erkennen können.“
„Das ist ein schöner Vergleich“, sagt HP darauf. „Überhaupt ist das Reisen und das Autofahren eine gute Metapher, um unser Leben leichter zu verstehen. Beim Autofahren wissen wir in der Regel ganz genau, wo wir hinwollen und was unser Ziel ist. Wir sehen immer nur ein paar hundert Meter weit, und in der Nacht sind es sogar nur 50 Meter.“
„Und danach kommen weitere 50 Meter und danach wieder“, ergänzt Dimitri.
„Ja, und trotzdem vertrauen wir darauf, dass wir an unserem Ziel ankommen werden. Wir sehen jeweils nur ein kleines Stück unserer Wegstrecke und sind uns dennoch sicher, dass wir unser Ziel erreichen werden. Sonst würden wir gar nicht erst losfahren! Es ist doch verrückt, dass wir das nicht in unserem gesamten Leben so machen! Wir vertrauen einem Stück Technik mehr als uns selbst oder der ganzen Schöpfung, wie du immer sagst, die sich über Millionen Jahre bewährt hat.“
Dimitri sagt schmunzelnd: „Dann wäre das Leben vielleicht viel zu einfach.“
„Ja vermutlich.“ HP scheint zu überlegen. Er blickt dabei aus dem Fenster und sagt: „Ich will oft mit dem Kopf durch die Wand oder meine, dass man sich anstrengen muss, um ein Ziel zu erreichen. Das sind diese alten Volksweisheiten. Ohne Fleiß kein Preis und solche Sprüche. Natürlich muss man etwas tun, aber eben das Richtige.“ Nach kurzem Innehalten resümiert er: „Ich glaube, ich verschwende viel zu viel Energie, um gegen die falschen Dinge anzukämpfen.“
„Es kann auch sein, dass es richtige Dinge sind Hanspeter, aber vielleicht zum falschen Zeitpunkt. Manchmal helfen Geduld, Gelassenheit und Vertrauen. Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn du daran ziehst.“ …


Band 2:                        Zukunftshauch
Aus der Trilogie:       Das Rätsel um KA-22-4-84
Autor:                          Klaus Eitel Acker

Altersstufe:                 ab 16 Jahre
Genre:                          Spannung, Abenteuer, Gegenwart, Spirituelles

Der Roman Zukunftshauch von Klaus Eitel Acker ist als Kindle E-Book bei Amazon erhältlich. – hier-

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